Für seine Prognosen hat das RWI einen Euro-Kurs von 1,05 $ unterstellt. Falls der Euro allerdings noch in diesem Jahr auf seinen Startkurs von 1,17 $ steigen sollte, könnte das BIP-Wachstum 2003 um bis zu 0,3 Prozentpunkte niedriger ausfallen.
Handelsblatt vom 18.07.2002
$/EUR-Kurs 1,05
VW und Audi stöhnen unter dem starkem Euro-Kurs. “Beim Euro-Dollar-Kurs haben wir die Schmerzgrenze bald erreicht”, sagte Audi-Chef Martin Winterkorn der “Welt am Sonntag”. “Wenn der Euro weiter steigt, wird das zunehmend zum Problem.”
Der Standard vom 04.05.2003
$/EUR-Kurs 1,19
Der Tonfall bleibt diplomatisch, doch trotz aller Höflichkeit klingt Ärger durch: Bundeskanzler Schröder hat die Notenbank EZB indirekt aufgefordert, gegen die Euro-Stärke zu intervenieren.
Der Spiegel vom 11.07.2003
$/EUR-Kurs 1,15
Der Euro hat am Montag mit 1,2898 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Als sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und die französischen Regierung deutlich besorgt über den Euro-Höhenflug zeigten, gab der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder etwas nach.
NZZ vom 12.01.2004
$/EUR-Kurs 1,29
Zweite Bremse ist der hohe Euro-Kurs. Zwar verbesserte sich die aktuelle Geschäftslage in der Industrie im November nochmals wegen der guten Nachfrage aus dem Ausland. Allerdings wurden die Erwartungen für die kommenden Monate zurückgeschraubt. «Der hohe Euro-Kurs wird die Margen im Exportgeschäft treffen», sagte Nerb. Falls die Währung auf ihrem hohen Niveau verharren sollte, müssten die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für das kommende Jahr noch einmal durchrechnen.
Schwäbische Zeitung vom 25.11.2004
$/EUR-Kurs 1,32
Der Weihnachtsfrieden1 ist vorbei, das Finanzamt verschickt wieder Mahnbescheide und ich darf wieder schreiben.
In den letzten 3 Wochen durfte ich überall Stellungnahmen von Politikeren lesen, die darum baten, dass man das Amt des Bundespräsidenten nicht dadurch schädigen solle, in dem man über den jetzigen Amtsinhaber berichtet.
Meines Erachtens kann man dadurch das Amt des Bundespräsidenten nicht schädigen. Das kann man viel eher, in dem man
- einen Bundespräsidentenkandidaten in einer kleinen geheimen Runde auskungelt und dann die Abgeordneten der eigenen Fraktionen inklusive der Wahlmänner und -frauen der Bundesversammlung einnordet, diesen Kandidaten zu wählen und sonst keinen. Dadurch konterkariert man die Unabhängigkeit der Bundesversammlung und macht das Amt des Bundespräsidenten zu einer blossen Verfügungsmasse der Bundesregierung.
- einen Menschen zum Bundespräsidenten vorschlägt und damit weglobt, der einem in der Zukunft noch als Kromprinz in der eigenen Partei gefährlich werden könnte.
- die Prüfungspflicht des Bundespräsideten nach Artikel 82 Grundgesetz negiert und zu unterzeichnende Gesetzesvorlagen an den Flughafen bringt, damit der Bundespräsident sie nach einer Auslandsreise gleich unterzeichnen kann.
Aber ich bin ja nur ein kleiner Bürger, was weiss ich schon von der grossen Politik. Deswegen zurück zu Herrn Wulff, bzw. zu einer anderen Betrachtungsweise seiner Handlungen.
Man stelle sich vor, es wäre nicht der amtierende Ministerpräsident gewes
en, der von einem “Freund”2 bzw. dessen Frau einen Bundesbankscheck über 500’000 € bekommen hätte, sondern der Regierungsdirektor, der die Reisen des Ministerpräsidenten plant. Hätte man da auch von keinem Zusammenhang gesprochen, wenn der Darlehengeber (bzw. ihr Ehemann) bei drei Auslandsreisen des Ministerpräsidenten in den Wirtschaftsdelegationen gesessen hätte, zumal wenn dieser zu diesem Zeitpunkt bereits gar kein Unternehmer mehr war und seinen Lebenmittelpunkt in die Schweiz verlagert hatte?
Man stelle sich vor, es wäre nicht der VW-Aufsichtsrat Wulff gewesen, der von der BW-Bank ein sehr gutes Kreditangebot bekommen hätte, sondern zum Beispiel ein Aufsichtsrat der Arbeitnehmerseite. Hätte man da auch von keinem Zusammenhang gesprochen, wenn kurz vorher der VW-Aufsichtsrat Porsche und damit auch den Kreditgebern – unter anderem der BW-Bank – sprichwörtlich den Arsch gerettet hätte?
Man stelle sich vor, es wäre nicht das Bundesratsmitglied Wulff gewesen, das bei Profiteuren der Privatisierung der Altersvorsorge mehrfach kostenlos Urlaub gemacht hat, sondern irgendein Ministerialdirigent bei der BaFin. Würde man dann auch keinen Zusammenhang vermuten?
Wenn sich Herr Wulff nicht bei Affären und Affärchen seiner Amtsvorgänger (Schröder, Glogowski, Rau) nicht immer als moralischen Fels in der Brandung hingestellt hätte, der sogar physisch darunter litt, ob der Fehler von Herrn Rau, dann fände ich das Ganze vermutlich eher nicht berichtenswert. Aber die Inbrunst, mit der Herr Wulff bis November für die moralische Integrität der Politikerkaste gekämpft hat, wirkt im Nachhinein irgendwie ein bisschen verlogen.
- Wikipedia-Artikel [↩]
- ich persönlich finde ja, dass die Herren Maschmeyer, Wulff, Schröder und wie sie alle heissen das Wort Freund in den Dreck ziehen und beschädigen, denn mit echter Freundschaft hat das Handeln dieser Menschen in aller Regel sehr wenig zu tun [↩]
Zuerst entwickelt man aus Moderatorenazubis vollwertige Marken und anschliessend kauft man sie über deren Produktionsfirmen wieder zurück ins Programm.
- GÜNTHER JAUCH wird produziert von I & U Information und Unterhaltung TV Produktion GmbH & Co. KG.
- ANNE WILL ist eine Produktion der Will Media GmbH im Auftrag der ARD für Das Erste unter redaktioneller Federführung des NDR. Die Sendung wird realisiert im Studio Berlin-Adlershof in Kooperation mit CineCentrum.
- “hart aber fair” ist eine Gemeinschaftsproduktion der Produktionsfirmen “Ansager & Schnipselmann” (A&S) und klarlogo im Auftrag des WDR.
- maybrit illner wird produziert von doc.station
- Peter Hahne wird produziert von doc.station
- Markus Lanz wird produziert von die fernsehmacher
- Lafer, Lichter, lecker wird produziert von die fernsemacher
- beckmann wird produziert von Cinecentrum im Auftrag von Beckground TV
Ist es wirklich ausschlaggebend, wer denn als Stichwortgeber in so einer Sendung agiert, bzw. sollte es das sein?
Wenn ich die letzte Günther Jauch Sendung revue passieren lasse, dann wäre es nicht nur günstiger sondern vermutlich auch gehaltvoller gewesen, jemand unbekannteres hätte moderiert, oder es hätte überhaupt jemand moderiert.
Liebe schleswig-holsteinische FDP-Landtagsfraktion,
das knirschen Eurer Zähne, ob der Zustimmung zum 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ist ja ganz nett, aber ändert das irgendwas daran, dass ab 2013 jeder, unabhängig davon, ob er ein Rundfunkgerät hat oder nicht, Rundfunkgebühren zahlen muss?
Muss ich echt die ganzen Sprüche anlässlich des JMStV rauskramen, wo ihr so auf Eure Eigenständigkeit und Unabhängigkeit gegenüber dem Koalitionspartner gepocht habt? Wo ist die hin? In 6 Monaten seid ihr doch sowieso Geschichte, muss es da echt Koalitionstreue bis zum Schluß sein? Auch noch den letzten Wähler vergraulen mit einer Abgabe, deren gesamten Sinn ihr immer dann in Frage stellt, wenn ihr gerade Opposition seid oder sachlich nicht zuständig (MdB z.B.)?
mit liberalen Grüßen
Markus Ritter
Sehr geehrter Herr Beck,
ich habe Ihre Äusserungen bezüglich der Änderung gelesen.
Kurt Beck sprach von einem Paradigmenwechsel in der Finanzierung des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks. “Es geht uns vor allem darum, die Kontrollbedürftigkeit innerhalb des Systems deutlich zu reduzieren und dabei die Privatsphäre der Rundfunkteilnehmer zu schonen.”
Hätten Sie ehrlicherweise aber nicht einfach sagen müssen:
Die Sause zu meinem 65. Geburtstag wird schon geplant und sie soll toll werden. Selbstverständlich zahlt das ZDF wieder mit und damit die genug Geld für Geschenke und Bewirtung haben, habe ich jetzt dafür gesorgt, dass sich alle daran beteiligen
müssenkönnen, unabhängig davon, ob sie einen Fernseher oder Radio besitzen.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Ritter
Als Konsequenz aus der Affäre forderte CDU-Vize Christian Wulff den Rücktritt des Bundespräsidenten.
(Quelle: Rheinische Post 31.01.2000)
Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann. Es handelt sich in NRW offensichtlich um eine Verfilzung mit schwarzen Reise-Kassen jenseits der parlamentarischen Kontrolle. Dies stellt eine Belastung des Amtes und für Johannes Rau dar.
(Quelle: Berliner Zeitung 30.01.2000)
Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.
(Quelle: Christian Wulff im Focus, 31.01.2000)
Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?
(Quelle: Evangelium nach Matthäus Kapitel 7, Vers 1-3)